Symptome und Diagnose

Sie leiden immer wieder an Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung und einem Blähbauch? Dann sind Sie eventuell – wie etwa 15% der Erwachsenen in Deutschland – vom Reizdarmsyndrom betroffen. Reizdarm oder Reizdarmsyndrom (RDS), auch bekannt als Irritable Bowel Syndrome (IBS), bezeichnet eine funktionelle Störung der Darmfunktion. Die Erkrankung tritt tendenziell eher bei jüngeren Menschen im Alter zwischen 20 und 55 Jahren auf. Besonders Frauen leiden oft am Reizdarmsyndrom: 2 von 3 Betroffenen sind weiblich.

 

Die Symptome bei RDS sind meist schwer einzuordnende, chronische Beschwerden im Bereich des Verdauungstrakts. Sie reichen von krampfartigen, dumpfen Bauchschmerzen über Völlegefühl und Blähungen bis hin zu Verstopfung oder Durchfall. Reizdarmsymptome müssen nicht unbedingt einzeln, sondern können auch gemeinsam oder im Wechsel auftreten.

Die verschiedenen Ausprägungen der Symptome erschweren die Diagnose.

Folgende Merkmale können laut S3-Leitlinie4 auf ein Reizdarmsyndrom hindeuten, wenn andere Krankheiten durch den Arzt ausgeschlossen wurden:

  • Wiederkehrende Bauchschmerzen in Verbindung mit einer Erleichterung bei der Darmentleerung
  • Eine veränderte Stuhlhäufigkeit oder -konsistenz
  • Plötzlich auftretender Stuhldrang
  • Andauern der Beschwerden über einen Zeitraum von mehr als 12 Wochen
  • Einschränkung der Lebensqualität durch die Beschwerden

Machen Sie den Test, ob Ihre Symptome für das Vorliegen des Reizdarmsyndroms sprechen. Der Test ersetzt nicht den Besuch beim Arzt und dessen Diagnose. Wenden Sie sich daher bei gesundheitlichen Problemen bitte an Ihren Arzt!

4. Layer P et. al; S3-Leitlinie zur Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie des Reizdarmsyndroms. Z Gastroenterol 2011; 49:237-239 (In Überarbeitung).

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